Dienstag, Oktober 27, 2009

Dogging

Vielleicht kennt ihr den Film “Shrooms”? Da wird etwas erwähnt, was sich Dogging nennt. Da es mit Sex zu tun hat, dachte ich mir, könnte ich das diesen Monat einfach mal hier aufgreifen.

Gut, ich weiß, unter Dogging kann man auch einfach das Joggen mit dem Hund verstehen; das Jogging mit dog. Aber das meine ich jetzt in diesem Zusammenhang natürlich nicht, denn daran ist ja nun wirklich so gut wie gar nichts erotisch.

In dem oben erwähnten Film, der sich als Horrorfilm gibt, dann aber doch nur eine sehr typische Thriller-Auflösung hat, wird Dogging als eine ganz spezielle Sexualpraktik erklärt, die viel mit unserem Parkplatzsex gemeinsam hat.

Es heißt da, beim Dogging fahren Pärchen einfach im Auto irgendwohin, zum Beispiel auf einen öffentlichen Parkplatz, und dann treiben sie es im Auto und jeder kann ihnen zusehen. Falls dann einer von den Zuschauern auch Lust hat mitzumachen, klopft er einfach an die Scheibe.

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Die daraufhin von dem Pärchen heruntergekurbelt wird, der Zuschauer, der jetzt keiner mehr ist, sondern ja dabei mitzumachen, steckt seinen Schwanz ins Innere, und die Frau kümmert sich nun liebevoll darum, mit einem Blowjob. Sie bläst ihm einen, bis er kommt – und dabei bleibt man gegenseitig vollkommen anonym, man sieht sich nicht einmal richtig, zumindest nicht vollständig.

Ich denke mal, mit letzterem Detail-Schlenker haben die das Dogging in dem Film nur erklärt, um einen Aufhänger für einen echten Horror-Albtraum zu haben; denn nachdem eine Gruppe junger Leute Magic Mushrooms genommen hat, träumen sie alle die absolut merkwürdigsten Sachen.

Da gibt es natürlich auch eine spannende Szene, wo beim Dogging keine Frau im Auto sitzt, sondern ein Monster, und jetzt ratet mal, was das mit dem durchs Fenster gestreckten Schwanz macht …

Dieser Blowjob durchs Autofenster gehört aber beim Dogging gar nicht zwingend dazu; es geht auch ohne.

Das Wichtigste beim Dogging ist, dass sich Leute völlig ungeniert auf öffentlichen Plätzen – wie eben Parkplätzen und so – treffen und es dort einfach hemmungslos miteinander treiben, und jeder kann zusehen.

Oft werden solche Sexorgien in der Öffentlichkeit auch vorher angekündigt, damit auch wirklich genügend Zuschauer kommen.

Es treffen sich also beim Dogging Exhibitionisten und Voyeure – und das passt doch wunderbar.

Es muss aber beim reinen Zusehen auch nicht unbedingt bleiben, sondern manchmal finden sich da auch völlig neue erotische Konstellationen zusammen, und die treiben es dann ebenfalls ganz offen, und so ist die Dogging-Szene entsprechend auch bei Swingern sehr beliebt.

Diese Voyeure, Exhibitionisten und Swinger, die sich zum Dogging treffen, nennt man übrigens Doggers.

Der Begriff kommt übrigens von den Spannern, die mit ihren Hunden im Park spazieren gehen, um andere beim Sex zu beobachten. Wobei das ja heimlich und unerlaubt ist, anders als das Spannen beim Dogging.

Und ihr seht aus dieser Beschreibung, dass das Dogging mit dem, was wir in Deutschland Parkplatzsex nennen, wirklich jede Menge gemein hat.


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