This entry was posted on Mittwoch, Juli 13th, 2011 at 17:14 and is filed under Sadomaso, Voyeur. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.
Es gibt ein paar Fetische, die wirklich nur sehr wenige haben und kennen. Zumindest hat man oft von dem konkreten Fachausdruck, mit dem solche Formen der Fetisch Erotik bezeichnet werden, noch nicht viel gehört. Nehmen wir nur mal ein Stichwort – Dippoldismus. Nicht dass ihr denkt, ich sei nun ein ganz besonders schlauer Mensch, dass ich diesen Fetisch kenne; ich bin neulich im Internet nur zufällig darüber gestolpert und kannte ihn vorher nicht.
Dippoldismus
09005 – 70 44 50 24
€ 1,99 / Min im dt. Festnetz, Mobilfunk € 2,99 / Min.
Dabei handelt es sich um eine voyeuristische Form des Sadomaso Sex. Mit anderen Worten – man schaut anderen bei ihren dominant-devoten Rollenspielen zu. Das ist jedenfalls eine mögliche Form der Interpretation. An der ist ja nun auch wirklich nichts Schlimmes zu sehen; nicht jeder, der BDSM mag, will das gleich auch selbst aktiv ausüben. Für viele ist die Sadomaso Erotik nicht mehr als ab und an einmal entsprechende Fantasien im Kopf. Der SM Voyeur ist da immerhin schon einen Schritt weiter und schaut immerhin schon anderen beim aktiven Ausüben zu. Nachdem ich das allerdings gelesen hatte, hat mich die Neugier gepackt und ich habe mich im Netz noch weiter nach diesem mir vorher so unbekannten Dippoldismus umgesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass die meisten den ganz anders definieren – und zwar lange nicht mehr so harmlos wie als Spannersex in Zusammenhang mit BDSM.
Während auf den Erotikseiten dieser Fetisch hauptsächlich als der Wunsch verstanden wird, dabei zuzusehen, wie andere gezüchtigt werden, findet sich auf eher psychologischen Fachseiten eine weitaus schwerwiegendere Erklärung. Und zwar wird dort unter Dippoldismus der Sadismus mancher Erzieher, sprich Lehrer verstanden, die ihre Schüler züchtigen. Wenn man bedenkt, wer der Namensgeber dieser Form ist, wird einem sofort klar, dass es dabei nicht um die berühmte englische Erziehung geht wie in Schul-Rollenspielen von Schüler/in und Lehrer/in, sondern um etwas weitaus Schwerwiegenderes. Namensgeber für diesen Dippoldismus Fetisch ist nämlich ein gewisser Andreas Dippold. Er war ein Student, der auch als Hauslehrer arbeitete. Anfang des 20. Jahrhunderts misshandelte er seine zwei Schüler so massiv, dass einer von ihnen starb. Dippold kam ins Zuchthaus.
Es ist wirklich interessant, dass ein und derselbe Fetisch auf so unterschiedliche Weise gedeutet werden kann. Da wir uns in diesem Portal nur mit der Fetischlust beschäftigen, deren Voraussetzung es ganz ausdrücklich ist, dass niemand dabei zu Schaden kommt, halten wir uns lieber an die erste Definition. Anderen beim SM Spiel zusehen ist ja nun wirklich eine recht harmlose Beschäftigung. Auf SM Partys bei Performances machen das alle …
