Dienstag, Februar 10, 2009

Cuckold

Ich weiß nicht, ob ihr davon schon einmal gehört habt, Cuckold? Bei manchen Leuten ist der Cuckold Sex so beliebt, dass man ihn auf jeden Fall schon einen richtigen Fetisch nennen kann.

Und wenn es um Fetischsex geht, dann darf diese Variante hier natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Beim Cuckold Fetisch geht es, jetzt einmal ganz grob gesprochen, darum, dass ein Partner zusehen muss, wie der andere mit einem Dritten Sex hat. Wobei der gehörnte Ehemann in diesem Fall neben leidenschaftlicher Eifersucht auch noch eine gewisse Lust daran empfindet, an diesem Fremdgehen vor seinen Augen und mit seinem Einverständnis; sonst würde er ja schließlich dabei nicht mitmachen.

Die Herkunft des Begriffes wird auf das englische Wort “cuckoo” zurückgeführt. Ein cuckoo, das ist ein Kuckuck.

Wie jeder weiß, legt der Kuckuck seine Eier in fremde Nester.

Ähem, also ich weiß, okay, das klingt jetzt wirklich ein bisschen vulgär … Aber es kommt schon hin; der Kuckuck, also der Dritte im Bunde, deponiert sein Sperma in einer Möse, in der er eigentlich nichts zu suchen hat, die einem anderen Mann gehört, wenn man einmal so will.

Nicht dass außerhalb einer SM Beziehung jemand wirklich sagen könnte, Schwanz oder Möse des anderen, des Sklaven oder der Sklavin, würden wirklich ihm gehören … Das ginge normalerweise zu weit.

Insofern überrascht es aber wenig, dass der Cuckold Sex besonders in Sadomaso Kreisen recht beliebt ist. Der Cuckold ist oft devot, und der Sklave muss als Strafe oder auch einfach so, weil die Domina gerade Lust darauf hat, dabei zusehen, wie ein anderer Mann seine geliebte Herrin vögelt.

Oder die Sklavin muss es miterleben, wie ihr Herr eine andere Frau ordentlich rannimmt. Wobei unter Cuckold wirklich oft ausschließlich der Mann verstanden wird; darüber kann man sich aber trefflich streiten.

Dabei kann der Cuckold Fetisch sehr weit gehen; das geht sogar bis hin zur Fremdschwängerung. Besser als jede künstliche Befruchtung … Aber da wird es dann wirklich schon extrem.

Normalerweise geht es beim Cuckold Sex nicht um das Schwängern, sondern einfach um den Sex. Der aktive Part, beim Cuckold Fetisch eben sehr oft die Frau, spielt mit dem Schmerz und der Eifersucht des Partners, der aber auch, ich sagte das ja schon, in seiner totalen Demütigung beim offenen Seitensprung auch eine gewisse Befriedigung findet und deshalb dem zustimmt.

Eine wahrhaft grausame Domina mag sogar so weit gehen, dass ihr Sklave ihr vielleicht noch dabei helfen muss, den perfekten Kandidaten für den Cuckold Sex zu finden. Er muss eine Kontaktanzeige aufgeben, er muss die Männer begutachten, die sich auf diese Anzeige hin melden, und er muss natürlich auch dabei sein, wenn seine Mistress sich auf den Auserwählten einlässt.

Was für gehörnten Sklaven mit einen ganz speziellen Reiz und Schmerz zugleich ausmacht bei dieser Cuckold Konstellation das ist, dass seine geliebte Herrin den anderen Mann womöglich für einen besseren Liebhaber hält.

Vielleicht hält er länger durch, vielleicht befriedigt er sie besser …

So ist das Zusehen beim Cuckold Sex für ihn eine wahrhaft exquisite Tortur, an der seine Domina sich natürlich richtig ergötzt.

Cuckold Fantasien haben erstaunlich viele Männer; gerade die damit untrennbar verbundene Verlustangst, das Gefühl, selbst nicht gut genug zu sein, besitzt eine ganz eigene Anziehungskraft.

Vielleicht ist das so ähnlich wie mit einem schmerzenden Zahn – es tut weh, aber trotzdem kann man nicht aufhören, mit Zunge und Finger daran herumzufummeln …

Man kann die Cuckolds in verschiedene Klassen aufteilen, je nachdem, wie weit der Cuckold Sex geht.

Im einzelnen streitet man sich über Definitionen und Abgrenzung, aber im Wesentlichen geht es um drei Klassen.

In der Klasse C1, der leichtesten Form, geht es eher um ein Teilen der geliebten Partnerin. Das hat viel mit Wifesharing zu tun, wozu wir gleich noch kommen werden.

Bei der Klasse C 2 geht es dann schon heftiger zur Sache – der Cuckold wird durch den Sex seiner Partnerin mit einem anderen Mann erniedrigt, ihm wird kaum noch Einfluss auf die Wahl des Dritten zugestanden; und dabei mitmachen darf er ja nun schon einmal gleich gar nicht.

Kommt man dann zur Klasse C3, darf der Cuckold seine Partnerin selbst nicht mehr oder kaum noch berühren. Er wird oft keusch gehalten. Das erhöht natürlich den Schmerz dabei enorm.

Ein anderer Fetisch ist das Wifesharing, eng mit dem Cuckold Fetisch verwandt. Dabei liebt es der Mann, seine Frau bewusst mit anderen Männern zu teilen. Hier ist oft allerdings eher der Stolz auf eine besonders attraktive Geliebte der Auslöser; da geht es dann weniger um Eifersucht und Erniedrigung.

Ein Wifesharer ist oft auch dominant – für ihn ist es Teil der Sklavinnen Erziehung, seine Sklavin für andere Männer zur Benutzung freizugeben.

Aber werden wir jetzt nicht zu wissenschaftlich – wenn euch der Cuckold Fetisch reizt, dann probiert es doch einfach mal aus, und zwar weit weg von klinischen Definitionen; einfach so, wie es euch Spaß macht!


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